Grab Ernst Poertgen

Vor 35 Jahren ist Ernst Poertgen gestorben – eine Schalker Legende, die Teil des legendären Schalker Kreisels in den 1930er Jahren war. Vor 35 Jahren wurde Ernst Poertgen auf dem Friedhof in Bonn-Beuel bestattet. Damals war es der Wohnort der Familie Poertgen. Jetzt drohte die Einebnung, da die Ruhefrist nach 35 Jahren abgelaufen war.

Olivier Kruschinksi (Vorstand der Stiftung Schalker Markt) hörte vom Enkel des Verstorbenen, Klaus Poertgen, dass die Einebnung anstehen würde, denn eine Verlängerung der Ruhestätte kommt aufgrund der familiären Verhältnisse nicht zu Stande. Und so sucht sich Kruschinksi Unterstützer, um aus der Situation einen Ausweg zu finden. Ender Ulupinar, der Geschäftsführer Schalker Fan-Feld war schnell von der Idee begeistert, den einstigen Schalker-Held nach Gelsenkirchen umzubetten und so sorgte er dafür, dass eine Ruhestätte im Schalker Fan-Feld auf dem Friedhof Gelsenkirchen-Sutum für ihn reserviert wurde.  Die Ruhestätte befindet sich im Mittelkreis des weltweit einzigartigen Schalker Fan-Feldes. Darüber hinaus kommt er für die Kosten der Umbettung (städtische Gebühren) sowie für 25 Jahre Dauergrabpflege auf.

Auch die Gebrüder Martin und Malte Suttmeyer waren von der Idee schnell begeistert. Zusammen mit der Friedhofsverwaltung in Bonn wurden die sterblichen Überreste von Ernst Poertgen einige Tage zuvor vom Friedhof Bonn-Beuel abgeholt und nach Gelsenkirchen überführt. Im „Haus der Trauer und Begleitung“ der Firma Suttmeyer wurde ein passender Sarg ausgesucht, die sterblichen Überreste eingebettet und eine Trauerfeier organisiert. Diese fand am Samstag, 08. Mai 2021 coronabedingt im kleinen Kreis der Familie und einiger Vertreter des Vereins statt. Es sollte keine Stunde der Trauer, sondern eine Stunde der Erinnerung werden. Olaf Thon blickte dabei auf die vielen Schalker-Erfolge von damals zurück, an denen Ernst Poertgen großen Anteil hatte. Mit 104 Treffern in 101 Spielen war er ein Torgarant des damaligen Schalker Kreisels. Stimmungsvolle Saxophon-Musik (Steigerlied, Schalke-Hymne) sorgte für eine erinnerungswürdige Atmosphäre. Einige Minuten später wurde der Sarg von sechs Trägern von Bestattungen Suttmeyer auf das Schalker Fan-Feld auf dem Sutumer Friedhof gebracht und im Mittelkreis der Erde übergeben. Nun liegt er in unmittelbarer Nähe zu seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Adolf „Ala“ Urban. Noch schmückt das Holzkreuz mit Poertgens Namen das Grab, doch schon bald wird ein Grabstein, hergestellt von der Friedhofsgärtnerei und Grabmale Suttmeyer an die einstige Schalker-Legende erinnern.

Als bekennende Schalke-Fans war es für die Firma Suttmeyer selbstverständlich, die Kosten für die Überführung, die Trauerfeier und den Grabstein selbst zu tragen und so zum Erhalt der Erinnerung an Ernst Poertgen beizutragen.